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Wie alles begann: Von der Bühne zum Hightech-Globus

Unsere Geschichte klingt fast wie ein Drehbuch – und das ist kein Zufall! Alles begann mit Mut, familiärem Teamgeist und einer genialen Idee.

Eine Kommissarin mit Orientierungsschwäche

Die Wurzeln von Stellanova liegen in der Theater- und Fernsehwelt. Die Gründer Ingrid und Herbert Pachler waren erfolgreiche Schauspieler und Regisseure. Ingrid Pachler schrieb sogar Fernsehgeschichte: Sie wurde als beste Schauspielerin Österreichs ausgezeichnet und spielte die erste weibliche Kommissarin überhaupt in der Kultserie „Soko 5113".

Abseits der Kamera hatte sie allerdings ein kleines Geheimnis: Geographie war absolut nicht ihr Ding. Genau daraus entstand die Vision: Ein Globus mit eingebautem Computer, der zehntausende Orte anzeigen kann!

Vom Jugendzimmer zum Prototyp

In den 1980ern war das ein extrem ambitioniertes Projekt – besonders für eine Künstlerfamilie. Doch Sohn Andreas Pachler, damals noch Gymnasiast und leidenschaftlicher Hobbyelektroniker, stürzte sich auf die Herausforderung und setzte die Idee von Grund auf um. Nach einem Jahr intensiver Entwicklungsarbeit hatte er den weltweit ersten Prototyp des Computerglobusses fertiggestellt.

Der weltweit erste Prototyp des Computerglobus von Stellanova
Der weltweit erste Prototyp des Computerglobus

Der Startschuss für Stellanova

Danach ging alles ganz schnell: Patent angemeldet, Preise auf Erfindermessen abgeräumt und Investoren begeistert. Im Jahr 1988 ging Stellanova offiziell an den Start. Bis 1998 bauten wir das Sortiment gemeinsam mit einem Partner in der Slowakei Schritt für Schritt aus – inzwischen auch um klassische Varianten ohne Computerelektronik.

Werbeprospekt für den Geograph 2, den Computerglobus von Stellanova
Der „Geograph 2" – mit diesem Produkt ging Stellanova 1988 an den Start

Ein kleiner Globus, der alles veränderte

1998 folgte eine Entwicklung, die unsere Pläne komplett auf den Kopf stellte: Wir entwarfen einen kleinen 10 cm Globus, der durch eine spezielle Aufhängung in alle Richtungen gleichzeitig drehbar war. Die Resonanz auf diesen Mini-Globus war so überwältigend, dass die Produktionskapazitäten in der Slowakei bald erschöpft waren.

Zwei 10-Zentimeter Mini-Globen von Stellanova
Der Mini-Globus im 10-cm-Format, der die Nachfrage explodieren ließ

Ein Netzwerk für die Welt: Engagement in der IMTA

Um auf dem globalen Markt Fuß zu fassen, sind starke Verbindungen entscheidend. Im Jahr 2000 wurde Stellanova Mitglied der IMTA (International Map Trade Association) – dem weltweit wichtigsten Verband der Landkartenindustrie. Andreas Pachler engagierte sich dort über viele Jahre intensiv als Director und Board Member, davon drei Jahre lang als gewählter Präsident für die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika. Durch diese wertvollen Kontakte rund um den Globus konnten wir unser Vertriebsnetzwerk in den Folgejahren erfolgreich ausbauen. Heute agiert der Verband unter dem Namen IMIA (International Map Industry Association).

Logo der IMIA – International Map Industry Association

Die Weltkarte wird internationaler

Geprägt durch diese globalen Impulse starteten wir eine Zusammenarbeit mit einem großen Lehrmittelhersteller in China, der die Kapazitäten hatte, um bis zu 4.000 Globen am Tag weiterzuverarbeiten. Das Herzstück – der Druck der Kartografie – blieb weiterhin in Deutschland.

Für uns bedeutete das den Schritt auf die globale Bühne. Um die Logistik vor Ort perfekt zu organisieren, gründeten wir eine Niederlassung in Hongkong. Von dort aus haben wir über die Jahre rund 6 Millionen Globen auf den Weg in 43 Länder gebracht. Die Süddeutsche Zeitung widmete uns dazu sogar einen großen Bericht mit dem augenzwinkernden Titel „Wolfratshauser Weltherrschaft" auf SZ.de.

Zurück zu den Wurzeln: Der Schritt zur eigenen Manufaktur

Nach den intensiven Jahren der globalen Logistik spürten wir 2013, dass es Zeit für den nächsten Schritt war: Wir wollten die gesamte Produktion wieder nach Europa holen. Dank unseres hervorragenden Netzwerks in der slowakischen Industrie bauten wir dort gemeinsam mit neuen Investoren ein eigenes, modernes Werk auf, das alle Ressourcen so schonend und effizient wie möglich nutzt. Ein engagiertes Team von bis zu 40 Mitarbeitenden fertigt hier an fünf hochmodernen Spritzgussmaschinen bis zu 1.500 Globen pro Tag.

Von den Tüftelarbeiten im Jugendzimmer zur modernen europäischen Fertigung

Von den ersten Tüftelarbeiten im Jugendzimmer bis zur modernen europäischen Fertigung war es eine Reise voller spannender Meilensteine. Werfen Sie unten einen Blick in unsere Galerie und begleiten Sie uns durch unsere bewegte Firmengeschichte – von den ersten Ideen über unsere Messeauftritte bis hin zu Einblicken hinter die Kulissen!